Saisonbienenstart

Nun ist der Frühling endgültig eingeleitet.

Die erste große Durchsicht ergab, dass beide Wirtschaftsvölker und auch der Ableger den Winter schadlos überstanden haben. 

Die ersten Dronenrahmen wurden eingehängt und nun geht es wieder los mit der wöchentlichen Durchsicht.

Und weil ohne Apps und technischen Hilfsmitteln alles nur halb so schön ist, Dokumentiere ich die Durchsichten und Tätigkeiten in der App „myBien“. Interessant ist dann vor allem auch immer der Rückblick wie es letztes Jahr um diese Zeit war. 

  

vergessene Resteernte

Leider passiert jedes Jahr im Herbst das gleiche. Ich bin durch den Sommer im Garten so euphorisiert, dass ich diesen unbedingt im Gewächshaus noch verlängern möchte. Dann wird noch fleißig im Oktober im Gewächshaus ausgesäht um direkt danach dieses nie wieder zu betreten. 

Im Frühjahr denkt man sich dann, es wird Zeit das Gewächshaus vom Unkraut zu befreien und siehe da – man erntet doch noch etwas.

Der Vorteil ist, man bekommt sofort wieder Lust auf den Garten und damit ist der Startschuss für die Gartensaison 2016 hier gesetzt.

 

Geoboard bauen

Neulich habe ich die folgende Idee bei einer Freundin gesehen und musste sie sofort nachbauen:

ein Geoboard

Man benötigt ein Lochbrett (hier 50x50cm), 80 Gewindeschrauben (4x16mm) mit Muttern und eine Packung Gummiringe.

Der Rest ist schnell und einfach erledigt. In einem halbwegs geometrischen Abstand (hier jedes 3. Loch) schraubt man von unten eine Schraube durch. 

Dann einfach den Kindern die Gummis in die Hand geben und los geht der Spaß. 

  

Hagebuttenhaufen

Weiter geht es mit der kleinen Wildpflanzenreihe. Heute sind wir losgezogen und haben eine Menge Hagebutten gesammelt.    

Schon in meiner Kindheit habe ich die gemeinsam mit meinen Eltern gesammelt und wir haben diese dann getrocknet für Tee.  


Nur eine Sache hatte ich verdrängt in den letzten Jahren, die Arbeit die einzelnen Hagebutten aufzuschneide, damit sie besser trocknen. Denn die Haare auf den Kernen innen sind ein astreines Juckpulver. Damit haben wir uns als Kinder schon immer gegenseitig zum Wahnsinn getrieben. Also beim aufschneiden bloß nicht sich irgendwo kratzen, sonst juckt es die ganze Zeit und wird schlimmer und schlimmer. 

   

Nach dem trocknen dann ab in die Gläser für den Vitamin C Tee im Winter   

Weißdornbeerenbeute

Im Spätsommer kann man gar nicht oft genug in den Wald und aufs Feld um einzusammeln was dort wild wächst und wuchert. 

Je mehr man darauf achtet, desto mehr findet man. Deswegen wird es jetzt wohl eine kleine Reihe von Wildpflanzenbeiträgen geben. 

Heute gab es einen kleinen Weißdornbeerenbeutezug.  

Ziemlich schnell bekommt man eine große Schüssel zusammen gesammelt.  Und weil der Weißdorn teilweise ziemlich tief hängt, kann jeder mitsammeln. 

Zu Hause haben wir dann die Beeren gewaschen und die Hälfte zu einem Weißdorn-Apfel-Gelee verarbeitet und die andere Hälfte getrocknet. Die getrockneten Beeren werden im Winter zu Tee.
Das Rezept für das Weißdorn-Apfel-Gelee geht wie folgt:

  • 500g Weißdornbeeren
  • 500g Apfelsaft
  • 250g Gelierzucker 1:2
  • Saft einer 1/2 Zitrone

Erst die Weißdornbeeren mit dem Apfelsaft bedecken und ein paar Stunden stehen lassen. Dann mit dem Zitronensaft zusammen 15min aufkochen und danach passieren. Das entstandene Gelee mit dem Gelierzucker noch einmal für 7min aufkochen und in Gläser abfüllen

  
Fazit von der Marmeladen-Gelee-Frühstücksfraktion: sehr lecker!

  

Brennnesselsamensammelei

Wer sagt eigentlich das man alles selbst anbauen muss. Selbstversorger heißt doch lediglich eine gewisse Autarkie an den Tag zu legen und zu wissen was und wo man alles finden kann. 

Heute sind wir losgezogen und haben Brennnesselsamen gesammelt. Einfach ab in den Stadtwald, Handschuhe an und eine große Schüssel voll nussig schmeckende Energiespender geholt. Die Blätter sind jetzt für Tee nicht mehr wirklich lecker und geeignet, deshalb ziehen wir für Tee lieber im Frühjahr wieder los.

  
Danach werden sie getrocknet und kommen in ein Glas.   

Man kann die Samen entweder über das Müsli geben oder auch geröstet in den Salat. 

Propolistinktur 

Sie ist fertig! Meine erste selbst hergestellte Propolistinktur. 2 kleine Gläschen sind es geworden. 

  
Ich sammle unterjährig immer den Propolis den die Bienen an den Rähmchen hinterlassen und gebe ihn dann direkt ins Gefrierfach. Auf die Art sammelt sich dann übers Jahr doch eine kleine Menge zusammen.
Diese wird dann gefroren pulverisiert (entweder mit einer alten Kaffeemühle, mit dem Mörser oder einer Küchenmaschine) und in ein dunkles Schraubglas gefüllt. Nun kommt reiner medizinischer Alkohol aus der Apotheke drauf im Verhältnis 1:2. Also bspw. 20g Propolis und 40g Alkohol, ich hatte den 96%igen.

Danach kommt der Deckel drauf und einmal täglich wird das ganze gut durchgeschüttelt. Wenn man nicht täglich daran denkt, ist es auch nicht schlimm.
Nach ca. 6 Wochen wird alles durch ein Kaffeefilter in ein sauberes Glas gefüllt. Im alten Glas bleiben nun nur noch saubergewaschene sonnengelbe Wachsreste zurück und im neuen sammelt sich die dunkelbraune Propolistinktur.


„Äußerlich wird Propolis vorbeugend und therapeutisch bei Irritationen, Entzündungen und Verletzungen der Haut (…) und Schleimhaut (…) verwendet. Ethanolische Sprays und Lutschpastillen werden zum Schutz vor Infektionen und zur unterstützenden Behandlung bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum angewendet. Auch in Pflegeprodukten für Haut und Haare wird Propolis verwendet. Lokal wird Propolis in Einreibungen und Salben zur Linderung rheumatischer Beschwerden benutzt.
Innerlich wird Propolis traditionell zur Stärkung des Immunsystems und Vorbeugung vor Erkältungskrankheiten der unteren Atemwege (Bronchitis) angewendet. „(Quelle: Wikipedia)