Edersee

Mitten in Deutschland umringt von Unmengen Natur liegt der Edersee. Hessen bietet sich immer als Treffpunkt an, wenn man sich irgendwo zwischen Ost und West in Deutschland treffen will und jeder etwa die gleiche Anfahrt haben soll. 

 
Also waren wir neulich wieder für ein Wochenende an eben jenem See und haben einen großartigen Campingplatz entdeckt:

Camping Teichmann in Herzhausen. 

Der Platz selbst ist groß genug das man alles was das Herz begehrt vor Ort hat (Brötchen am Morgen, frischgebackene Waffeln zum Kaffee, Restaurant für Mittag oder Abend, Fahrrad-, Tretboot- und Kanuverleih etc.) und gleichzeitig ist er so rund um einen Badeteich angelegt, dass es alles noch relativ naturbelassen ist, trotzdem sind an jeder Ecke Spielplätze. Die Rezeption ist unglaublich entspannt und freundlich. Man kann per E-Mail reservieren, ohne Anzahlung und wenn (wie uns im letzte Jahr geschehen) plötzlich alle Kinder krank werden, auch völlig unkompliziert wieder stornieren.

Es ist einer der Campingplätze von denen es in Deutschland gar nicht so viele gibt – nämlich einer auf dem man sich sofort wohlfühlen muss. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen und fortan immer unser kleines Familientreffen dort stattfinden lassen.

 

„Die glücklichsten Kinder der Welt…

… das sind wir doch, nicht wahr Mama?!“

Es sind diese Momente in denen man die Zeit anhalten möchte, sich das Tränchen der Rührung aus dem Augenwinkel wischen möchte und ganz tief vor Stolz und Glück seufzen will. Aber im nächsten Moment weißt du es ist nicht eine Träne, die an deiner Wange herunter rinnt sondern der strömende Regen, in dem du gerade stehst und der offensichtlich an den Kindern völlig abperlt, denn die haben etwas neues in unserem Vorgarten entdeckt: Walderdbeeren! 

 

Irgendwann müssen die sich selbst gesetzt bzw vermehrt haben aber nun stehen sie entlang der Hauswand und den Mülltonnen und tragen so winzig kleine aber hoch aromatische Minierdbeeren, dass die Kinder alles vergessen und nur noch auf der Suche nach der nächsten kleinen roten Minifrucht sind.   

Und die Erdbeerblätter sind in den grünen Smoothies ein Traum! Eine Handvoll der Blätter reicht und man hat das Gefühl man hat 200g Erdbeeren mit geschreddert.

Honigmäulchen

Heute war es so weit, wir haben aus unserem stärksten Bienenvolk das erste Mal eine Frühtracht geschleudert und für die Kinder war es ein Fest! 

Erstmal musste der Honigraum der Beute reingeholt werden. Dann haben wir die Waben durchgesehen und die die am meisten verdeckelt waren bzw. die Waben wo der Honig einen Feuchtigkeitsgehalt unter 20% hat konnten wir schleudern. 

 
 Zuerst muss der Honig entdeckelt werden, dass passiert mit so einem „Entdeckelungsgeschirr“, geht aber natürlich auch mit jeder normalen Gabel.

 Danach kommen die Waben in die Schleuder und werden erstmal angeschleudert. Ein paar Runden anschleudern von beiden Seiten und dann heißt es wie wild kurbeln. Für uns Hobbyimker genügt so eine gebrauchte Handschleudern, mit Platz für 2 Rähmchen je Schleudergang, völlig aus.   

 Dann wird der Hahn geöffnet und heraus kommt Honig wie im Schlaraffelland gelaufen. Wenn der Honig sich auftürmt beim herauslaufen, dann ist er „gut“. 

  
Gefiltert durch 2 Siebe, um Wachsreste herauszufiltrieren, ergab es ganze 13 kg Frühtracht die wir aus gerade mal 8 Rähmchen erhalten haben. Das ist für uns Hobby-Stadtimker mit nur Wohngebiet und ohne hektarweiten Feldern um uns herum, schon sehr beeindruckend.  

 Dann nochmal ein finaler Filtergang durch ein ganz feines Sieb und fertig ist der Honig. 

 Weil wir aber – wie fast alle – in erster Linie cremigen Honig mögen, muss er jetzt ein paar Wochen  stehen, bis sich die ersten Kristalle bilden und dann wird er regelmäßig gerührt bis er die gewünschte Konsistenz erhält.

  

Kükenkür

Vor gerade mal fünf Wochen waren die Damen noch klein, gelb (& braun) und ganz flauschig und nun sind sie schon richtige kleine Damen geworden. Ein Herr ist auch dabei!  

 
Aber immer noch schlafen alle fünf jede Nacht unter Mamas Flügeln und diese passt auch immens auf wenn sich nur einer zu nah heranwagt. Langsam wird es allerdings knapp unter den Flügeln.

   

Da die Glucke nun aber schon wieder Eier legt, hat es sich wohl bald ausgegluckt und die kleinen müssen bald allein klarkommen.

  

Das Boot der Anderen oder die Endlichkeit zeigt ihr Gesicht

Der Boden der Realität ist hart, kalt und unbequem! Und er stellt immer wieder die Frage in den Raum „Wozu und Warum ist eigentlich dieser ganze Quatsch um den wir uns hier tagein und tagaus bemühen?“

Da macht man eben auf jenen Pseudoöko-Möchtegernselbstversorger-Weltverbesserungs-Heini, pflanzt an, denkt mit, versucht den Kindern einen Zugang zur Natur und einer nachhaltigen Lebensweise zu vermitteln, fühlt sich frei und immer auch ein bisschen gesünder und wähnt sich auf der Gewinnerseite des Lebens und dann macht es „Bäm!“ und man schaut betreten aus der Wäsche. Kehrt schnell die letzte Hühnerkacke von der Terrasse, sitzt vor seinem selbstgepflanztem Salat, sieht den Kindern mit ihrer selbstgebastelten Knete zu, schlürft seinen Grünen Smoothie und ringt erst mal um Fassung. Im Grunde braucht man da Zigaretten und Bier zum verdauen – aber auch das hilft ja nicht weiter.

Ich selbst bin dank einer kleines hartnäckigen Zecke, die so frei war eine Runde Borrelien mitzubringen bei Ihrem Hausbesuch, nun in der 3. Antibioserunde (nicht schön aber unspektakulär) während meine Schwester mit gerade mal Ende 30 die Brustkrebskarte ganz frisch gezogen hat! 

Eben jene Nachricht die man immer von Anderen kennt. So etwas geschieht Bekannten oder Freunden von Bekannten oder maximal noch Familie von Freunden, aber doch nich einem selbst in der eigenen engsten Familie. In dem „Krebsboot“ sitzen doch steht’s die Anderen und nicht wir Goldkinder. 

Und dann ist es auf einmal da: das Boot der Anderen und es heißt einsteigen und mitfahren. Sich hilflos und unnütz fühlen, einen gemeinsamen Weg finden und seine eigenen Ängste zu bekämpfen um stark für den betroffenen und geliebten Menschen zu sein. 

Da ist sie nun also, die wahre Herausforderung für das Jahr 2015/2016. Verwirrend, schockierend, erdend aber auch zusammenrückend zugleich. Werden wir als Angehörige es schaffen den Weg richtig mitzugehen – ich hoffe es so sehr!

Pilzmännchen oder Kellerchampignons 

Vor ein paar Jahren hab ich schon mal Pilze selbstgezüchtet, mit Hilfe von Pilzkartonkulturen und war furchtbar begeistert. Kurz darauf hatte ich es aber schon wieder vergessen und es war zwei Jahre Ruhe. 

Nun hab ich es wiederentdeckt und bin erneut begeistert.  

 
Schnell auf http://www.pilzmaennchen.de bestellt, fix und kostenlos geliefert und schon kann es losgehen.

 

Karton auf, Substrat rein, Tüte drüber, feucht halten und warten (ca. 2-3 Wochen).

Danach kann man den Pilzen förmlich beim wachsen zusehen.  

 

 Schon allein dafür, dass man das Kind sorglos zur Pilzernte in den Keller schicken kann, hat es sich gelohnt. Selbstverständlich schmecken die natürlich auch wie alles was man irgendwie selbst macht unglaublich großartig.  

Es gibt einen Punkt da explodieren die Pilze nur noch und man muss sehr schnell beim ernten sein.

  

Grüne Smoothies

Endlich haben wir unseren vernünftigen Mixer wieder gekauft. Als wir den Thermomix bekamen wollten wir nicht zwei Geräte herumstehen haben und haben deswegen den alten Blender verkauft. Darüber haben wir uns nun 1,5 Jahre geärgert und uns endlich durchgerungen ihn erneut zu kaufen.   

Denn bei den Grünen Smoothies ist der Witz ja nicht die Farbe sondern eben das das Chlorophyll ordentlich aufgespalten wird und das passiert erst jenseits der 30.000 U/min. Dagegen sieht der Thermomix mit 10.200 U/min einfach alt aus und das merkte man eben auch an den Smoothies. Vor allem bei Wildkräutern blieben schon eine Menge Fasern zurück.  

Als „günstigen“ unter den guten Hochleistungsmixer kann man den JTC Omniblend V absolut empfehlen. 

Seit 3 Jahren wird hier jeder Morgen grün gestartet und es ist großartig das immer mehr Leute es zur Zeit gleich tun. Alle 2 Tage werden hier 2 solcher großen Töpfe geschreddert, gemixt und getrunken. Die Kinder fordern selbst nachmittags oft noch mal einen Smoothie ein. Mein Grundrezept hab ich ja vor einiger Zeit schon mal hier veröffentlicht.