Frühtracht vs. Spättracht 

Es ist schon sehr erstaunlich wie unterschiedlich Honig von ein und dem selben Standort aussehen kann.

  
Links ist die Mitte Juni geschleuderte sogenannte „Frühtracht“ und rechts unsere Mitte August geschleuderte „Sommertracht“ oder „Spättracht“, da sind die Bienen wohl ziemlich viel in Nachbars Tannen abgebogen. 

Da wir hier in klassischer Wohngegend mit kleinen Gärten wohnen und nebenan nur eine kleine Ecke Stadtwald haben, wäre es bestimmt interessant was und von wo die Bienen alles eingesammelt haben. 

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Ein Honigjahr geht zu Ende

Am heutigen „Tag der Biene“ haben wir unsere „Sommertracht“ geschleudert. Insgesamt hatten wir von 2 Völkern 2,5 Zargen die geschleudert werden konnten! Da waren die Damen also immens fleißig im Sommer. 

 Tatsächlich artet das entdeckeln und Schleudern fast in Arbeit aus bei der Masse, aber geschenkt gibt es schließlich nichts.

Aber erstmal eins nach dem anderen. Vorgestern haben wir in den Beuten jeweils eine Bienenflucht eingefügt – das ist so ein Deckel der es den Bienen ermöglicht den Honigraum zu verlassen, aber nicht mehr dahin zurück zu kehren. Heute Morgen dann also Imkergewand drüber und die Honigräume angenommen. Da immer noch Bienen auf den Rähmchen sitzen können, müssen diese einzeln abgekehrt werden. Dann alles rein und Türen und Fenster zumachen. 

 

Als nächstes geht es los mit dem Entdeckeln – schneller geht es wohl mit einem Heissluftfön, was für nächstes Jahr durchaus eine Überlegung wert wäre. Wir haben aber heute noch brav mit Entdeckelungsgabel gearbeitet 

  

Danach kommen je zwei Rähmchen in die Schleuder. Einmal anschleudern, Rähmchen wenden, nochmal anschleudern und dann Gas geben bzw in unserem Fall kurbeln, kurbeln, kurbeln. 
  
Hahn auf und alles durch ein Sieb auffangen. Danach wurde es nochmal fein gesiebt und so sind wir am Ende auf Sage und Schreibe 27,5 kg gekommen. Unglaublich.

Unser 2. Bienen- bzw. Honigjahr schließt damit mit sensationellen 40kg Honig in Summe ab und unser letztjähriger Ableger hat – neben unserem ersten Volk was wir aus einem Ableger von 2013 gezogen haben – ganze Arbeit geleistet. 

Nun geht es also an die anderen Arbeiten wie Varroabehandlung und Auffütterung für den Winter, damit die Damen gut über die Runde kommen.

Vorzeigefeigen

Eine der unterschätztesten und hierzulande viel zu selten angepflanzten Bäume sind Feigenbäume. Wir haben vor 5 Jahren ein kleines Bäumchen direkt an die Garage gepflanzt, nahezu geklatscht möchte man fast schreiben.   

 Nach 2 Jahren ging es los und nun werden es von Jahr zu Jahr mehr Feigen. Inzwischen kommen wir locker auf über 50 Feigen und die sind einfach total lecker. Also wieder so eine Pflanze die nichts braucht, aber alles gibt, herrlich!  

Adria in der Hochsaison

Ich gebe zu, ich hatte Angst vor Italien in den Ferien. Wegen dem Wetter entschieden wir uns für den Süden und nicht für den Norden. Aber der Süden ist in den Schulferien immer voll. Ein Campingplatz am Nächsten und Einer voller als der Andere. Rund um die Adria – gleich ob auf der italienischen oder auf der kroatischen Seite – findet man einfach Hunderttausende (deutsche) Urlauber.    

Wir mögen vor allem kleine Campingplätze. Solche wo nicht alles akkurat ist. Wo man nicht reservieren muss und wo es keine riesengroße Poolanlagen gibt. Eben solche wo man noch das Gefühl hat es geht einfach ums campen, entspannen und um draußen sein.

Auf dem Weg in den Süden schwärmte uns jemand von einem Campingplatz in Lido de Jesolo vor. Seine Worte waren: „noch unter orderntlicher, deutschen Führung“, „sehr sauber“, „alles hat seine Ordnung“, „strikte Mittagsruhe“, „sehr gepflegte Anlage“. damit war klar, wo wir auf KEINEN Fall hinfahren würden. Somit machten wir einen Bogen um Cavalino und Bibiona.

Am Nordufer der Adria liegt inmitten einer Lagune Grado. Grado selbst ist ein nettes Städtchen in dem es viele Restaurants und Geschäfte gibt. Da alles von allen Seiten vom Wasser eingeschlossen ist, verirren sich hier nicht alle Touristen hin.   

Laut ADAC und ACSI gab es 5 Campingplätze in und um Grado. Während 4 der Plätze mindestens 4 Sterne abgesahnt hatten, erhielt einer nur 2,5 Sterne – diesen fuhren wir an! Je weniger Sterne, desto höher ist oft die Wahrscheinlichkeit das es ein Platz ist der noch nicht ausschließlich von Deutschen dominiert wird und der eben noch „naturnaher“ ist. Einen allzu hohen Anspruch an die Sanitäranlagen sollte man bei solchen Campingplätzen dann meist nicht stellen.

 Camping Al Bosco (P. 58) gefiel uns am Ende so gut, dass wir sage und schreibe 10 Tage dort blieben – normal reisen wir nach 3 Tagen weiter. Auf dem Campingplatz waren vor allem Österreicher, was für die Kinder aufgrund der gemeinsamen Sprache gut war. Aber auch viele Italiener, Tschechen, Ungarn, Slowaken, ja sogar Schweden und Dänen. Natürlich gab es auch Deutsche, aber eben nicht nur.  Es gab ein ganz gutes kleines, gemütliches Restaurant mit gutem Cappuccino und leckerem Essen.  

 Kinder konnten baden, der Mann kiten, ich paddeln und unter den großen Pinien war immer genug Schatten um das ein oder andere Buch zu lesen. Vor allem aber konnten die Kinder selbständig den ganzen Tag über den Platz laufen und sind in ganzen Horden umher gestreunt, haben Indianer gespielt, Burgen gebaut, Musik gehört, Eidechsen gesucht und sind Lauf- und Fahrrad gefahren.
 
Die Adria selbst ist etwas „moderig“ an dieser Stelle, vor allem bei Ebbe. Aber über einen Steg gelangt man an eine tiefere Stelle wo man ach schwimmen kann. Ansonsten kann man kilometerweit im Wasser stehen, was mit kleinen Kindern gar nicht mal das dümmste ist.
Wir werden wohl irgendwann nochmal wiederkommen nach Grado.