Hähnchen unter Druck

Bei unseren Küken dieses Jahr war ein Hahn dabei und wir haben uns entschieden diesen erstmal zu behalten. Wie sich das im Detail dann verhält, da wir mitten in der Stadt umgeben von Nachbarn wohnen, müssen wir erst austesten. Bisher ist die Frustrationstoleranz unserer Nachbarn beim lauten Hühnergegacker sehr hoch. Wie es dann bei uns und den Nachbarn mit Hahnen-Kikeriki aussieht, dass wird die Zeit zeigen. 

Allerdings ist so eine Nachzucht von Hühner gar nicht mal so zeitunintensiv. 

  
Nachdem die Mutter entgluckt hatte, haben wir die Küken noch separiert aber mit Sichtkontakt zu den Anderen gelassen. Das klappte so gut, dass wir uns entschieden nach 1 Woche die kleinen Hühner mit den großen Hühnern zusammen zu lassen. 
Nun zeigt aber auch hier die Natur wieder einmal das die Verhaltensbiologie und die Sozielentwicklung von uns Menschen gar nicht soweit weg sind von der eines Huhns. Das die Kleinen die Kleinen sind, war unumstritten und es gab erstmal an der sogenannten Hackordnung im Stall nichts zu ändern. 

  
Jedoch ahnten die Großen, dass zeitnah mit dem Hahn im Stall ein anderer Wind wehen wird und nutzen nun Ihre einzig verbleibende Chance – sie hacken, jagen und mobben den Hahn, dass dieser um sein Leben fürchten muss. Hetzjagden sondergleichen spielten sich ab, so dass wir nun erstmal wieder die kleinen Hühner samt Hahn räumlich getrennt von den großen haben, damit diese den Hahn nicht umbringen.

 

Kükenkür

Vor gerade mal fünf Wochen waren die Damen noch klein, gelb (& braun) und ganz flauschig und nun sind sie schon richtige kleine Damen geworden. Ein Herr ist auch dabei!  

 
Aber immer noch schlafen alle fünf jede Nacht unter Mamas Flügeln und diese passt auch immens auf wenn sich nur einer zu nah heranwagt. Langsam wird es allerdings knapp unter den Flügeln.

   

Da die Glucke nun aber schon wieder Eier legt, hat es sich wohl bald ausgegluckt und die kleinen müssen bald allein klarkommen.

  

Kükenalarm die 2. 

Gestern war hier großes Küken-Drama! Die Küken waren fast alle weg, wir hatten eine kleine Stelle übersehen und durch diese sind sie durchgehuscht.  

  • eins hat sich mit Nachbarskatze angelegt,
  • eins hatte sich versteckt, 
  • eins war in der Hecke hinterm Gartenhaus & piepste nach der Mama,
  • eins ist bis heute nicht mehr wiedergekommen, vermutlich hat’s die Elster geholt.

Wir haben jetzt den Stall noch mehr abgeschirmt, damit sie wirklich nicht raus kommen. Aber es zeigt einem wieder deutlich, dass die Natur keinen Spaß versteht: nach ganz süß kommt oft ganz schlimm! 

Wenigstens merken die Kinder noch nicht den Unterschied zwischen 7 und 6 Küken. 

Vor 2 Jahren hatten wir eine ähnlich hässliche Situation: 2 Wochen lang hab ich damals mit Kind 1 immer am Fenster die kleinen Amselküken beobachtet, wie Sie von der Mutter gefüttert wurden. Ein großartiges Schauspiel und wir standen Stunde um Stunde am Fenster. Als sie flügge wurden, war das Schauspiel vorbei und die Tragödie begann. Die Elster hat sich eins nach dem anderen geholt und uns jeden Tag tot aufs Sandkastendach geworfen – das war ein Drama jeden Morgen. 

7 auf einen Streich

Unglaublich aber wahr, es sind tatsächlich aus allen sieben Eier Küken geschlüpft! 

Die eine Glucke hat sie alle angenommen und nun kuscheln sich alle 7 unter Mamas Flügel. Wir haben die Mutter mit den Küken in einen anderen Stall separiert, damit sie erstmal Ruhe haben.

Das Hack-Huhn sitzt nun traurig auf Gipseiern und versucht weiter sein Glück. Das tut einem ja fast ein wenig leid, aber wer nicht gut zu seinen Kindern ist, der muss eben mit den Konsequenzen leben.

   
   

Kükenalarm

Auf einmal war es da! Das 1. kleine Küken und wir haben von nichts eine Ahnung!

Erstmal zurück ins Nest gelegt. Leider hat eine der beiden Glucken unter den Augen der Kinder wie wild gehackt. Also schnell das Küken erstmal separiert. Dann die zweite Glucke aus dem Nest genommen, das Küken wieder unter die Mutter geschummelt und sie hat es angenommen. 

Kaum kam Glucke 2 zurück hat sie wieder versucht das Küken unter dem Bauch der Mutter zu finden zu hacken. Also mussten wir das Huhn nun „Zwangsentglucken“ – quasi als Mutter selbst disqualifiziert. 6 Eier sind noch da und wir nun erstmal auf den Weg in den Landhandel Kükenfutter besorgen. Drückt die Daumen das alles gut geht und die Natur nicht ihr zweites Gesicht zeigt.